Haben wir sie im Teenager-Alter nicht alle zum ersten Mal konsumiert, die Film gewordene Form der Erwachsenenunterhaltung? Der klassische Porno ist heute ein fester Bestandteil der Medienwelt – sei es im Internet oder auf DVD.
Wie vom Publikum gewünscht, genießt der Unterhaltungswert eine untergeordnete Priorität – der fokussierte, je nach Genre mal mehr, mal weniger exotische Kopulationsakt stellt oftmals den Download- oder Kaufgrund dar. Und so kommt es, dass Porno-Produzenten traditionsgemäß weder Geld noch Kreativität in überflüssige Komponenten wie gute Drehbücher oder talentierte Mimen investieren.
Eine Folge davon ist das für die Pornoszene typische unterirdische Niveau der Dialoge zwischen den agierenden Charakteren. Spitzenreiter in dieser Disziplin der Anspruchslosigkeit ist der Pornofilm Achtzehneinhalb 18 aus dem Jahr 2002. Der Kult gewordene, vollkommen sinnfreie Wortwechsel zwischen leicht bekleideter Hauptdarstellerin und klischeehaftem Elektroinstallateur sollte zu einem kleinen Klassiker unter den YouTube-Clips avancieren. Und hier der legendäre Dialog:
Sie: “Ja, das ist der Stromkasten, mit dem wir immer Probleme haben. Wenn sie sich den mal angucken könnten…”
Er: “Hmm. Ja gern, aber warum liegt hier überhaupt Stroh rum?”
Sie: “Und warum hast du ‘ne Maske auf?”
Er: “Hm, dann blas’ mir doch einen.”
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